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Vorlage - VO/334/2020  

Betreff: Stellungnahme der Stadt Ronnenberg zum Nahverkehrsplan 2020 für die Region Hannover
Status:öffentlichVorlage-Art:Informationsvorlage
Federführend:Team 34 "Ökologie, Klimaschutz" Bearbeiter/-in: Unterricker, Andrea
Beratungsfolge:
Ortsrat Linderte Kenntnisnahme
27.08.2020 
13. Sitzung des Ortsrates Linderte - mit vorheriger Ortsbegehung ab 17.00 Uhr ungeändert beschlossen   
Ortsrat Weetzen Kenntnisnahme
31.08.2020 
19. Sitzung des Ortsrates Weetzen - mit vorheriger Ortsbegehung ab 17.00 Uhr zur Kenntnis genommen   
Ortsrat Ihme-Roloven Kenntnisnahme
01.09.2020 
18. Sitzung des Ortsrates Ihme-Roloven - mit vorheriger Ortsbegehung ab 17.00 Uhr zur Kenntnis genommen   
Ortsrat Benthe Kenntnisnahme
08.09.2020 
16. Sitzung des Ortsrates Benthe - mit vorheriger Ortsbegehung ab 16.30 Uhr zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Stadtplanung, Ökologie, Wirtschaft und Feuerschutz Kenntnisnahme
16.09.2020 
28. Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Ökologie, Wirtschaft und Feuerschutz ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Kenntnisnahme
Rat der Stadt Ronnenberg Kenntnisnahme
30.09.2020 
26. Sitzung des Rates der Stadt Ronnenberg zur Kenntnis genommen   

Finanzielle Auswirkungen
Sachverhalt
Anlage/n

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Finanzielle Auswirkungen:

Durch die Ausführung des vorgeschlagenen Beschlusses entstehen folgende finanzielle Auswirkungen auf den Haushalt:

 

 

Ja:

 

Nein:

x

Produktnummer:

 

Untersachkonto:

 

 

 

Aktuelles Haushaltsjahr

In T€

Aktuelles Haushaltsjahr + 1 Jahr

In T€

Aktuelles Haushaltsjahr + 2 Jahre

In T€

Aktuelles Haushaltsjahr + 3 Jahre

In T€

Ergebnishaushalt:

 

 

 

 

Veranschlagte Erträge

 

 

 

 

Mehr-/ Minderbetrag bei Erträgen

 

 

 

 

Veranschlagte Aufwendungen

 

 

 

 

Mehr-/ Minderbetrag bei Aufwendungen

 

 

 

 

Investitionen:

 

 

 

 

Veranschlagte Einzahlungen

 

 

 

 

Mehr-/ Minderbetrag bei Einzahlungen

 

 

 

 

Veranschlagte Auszahlungen

 

 

 

 

Mehr-/ Minderbetrag bei Auszahlungen

 

 

 

 

 

 

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Sachverhalt:

Die Stellungnahme VO 334/2020 (Kapitel 4) zum Entwurf des Nahverkehrsplans 2020 für die Region Hannover wird zur Kenntnis genommen.

 

Die Kommunen der Region Hannover werden von der Region Hannover als Aufgabenträgerin für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr im Rahmen der formellen Mitwirkung beteiligt. Die Stellungnahmen der Kommunen sind bis zum 01.10.2020 an die Region Hannover abzugeben. Die Regionsversammlung beschließt den Nahverkehrsplan als Gesamtkonzept für die Entwicklung des ÖPNV im Zeitraum 2020 bis 2025.

 

Unter folgendem Link kann der Entwurf des Nahverkehrsplans im Internet eingesehen werden:

https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Mobilit%C3%A4t/Verkehrsplanung-entwicklung/Der-Nahverkehrsplan2

 

Die Kapitel 1 bis 3 enthalten eine kurze Zusammenfassung des Entwurfs des Nahverkehrsplans 2020 mit dem Fokus auf die Entwicklung des ÖPNV und auf Angebote für das Stadtgebiet Ronnenberg. Die Stellungnahme der Stadt Ronnenberg ist im Kapitel 4 nachzulesen.

 

1. Ziel und Herausforderungen

 

Der Nahverkehrsplan 2020 dient als Lenkungsinstrument für die Entwicklung des ÖPNV in den kommenden Jahren. Mit dem Nahverkehrsplan soll den Bürgerinnen und Bürgern der Region Hannover ein möglichst attraktives und bedarfsgerechtes Verkehrsangebot und damit eine Mobilität auch ohne PKW ermöglicht werden.

 

Der Nahverkehrsplans 2020 für die Region Hannover verfolgt daher die bereits im NVP 2015 festgelegten Ziele. Die Ziele sind nachzulesen im Nahverkehrsplan 2015 unter

https://www.hannover.de/content/search?SearchText=Nahverkehrsplan.

 

Neben dem kontinuierlichen Ausbau des ÖPNV hat die deutliche Kapazitätserhöhung Vorrang, um weiteres Fahrgastwachstum zu ermöglichen.

 

Im Fokus stehen die Belange der Umwelt, die Mobilitätsteilhabe und die Möglichkeiten multimediale Mobilität und neue Technologien bestmöglich zu nutzen.

 

Die Sicherstellung einer Teilhabe Aller am ÖPNV erfordert Bedienungsstandards. In der Region Hannover geht die Region mit dem Hannover-Standard weit über die anderswo üblichen Mindestbedienstandards hinaus. Ebenso finanzierbar sein müssen die definierten ökologischen Standards zu Klimaschutz, Umweltqualität und Gesundheitsschutz.

 

Die Nutzung digitaler Möglichkeiten zur Gestaltung des ÖPNV und der intermodalen Mobilität sind in der Region weit fortgeschritten und sollen weiterentwickelt werden, wie dynamische Fahrgastinformation, Informationen über Apps, WLAN etc.

 

Die Region Hannover plant im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung Modellkommune für die Stärkung des ÖPNV zu werden. Unter anderem mit folgenden Aktionsfeldern: Erweiterung des Angebotes Stadtbahnen, Direktbussen, Wasserstoffbussen, zusätzlichen Bike & Ride und Park & Ride Anlagen und neuen Tarifangeboten.

 

2. Bilanz und Prognose

 

Die Entwicklung der Verkehrsnachfrage zeigt kontinuierlich eine Zunahme der Gesamtnachfrage im GVH. Eine Nachfragesteigerung geht insbesondere auf die Modernisierung der Stationen und Angebote im Schienenpersonennahverkehr zurück. Die wachsende Auslastung geht auf eine Zunahme der Ein- und Auspendlerzahlen zurück.

 

Die Prognose der Einwohnerentwicklung für die Region zeigt einen Rückgang der Bevölkerung insbesondere im Umland. Bei Entwicklung der potentiellen Siedlungsgebiete nach ISEK in Empelde, Ronnenberg und Weetzen könnte ein Rückgang in Ronnenberg vermieden werden.

 

3. Mobilität für Alle

 

Der Mindestbedienstandard -alle Ortsteile sind alle zwei Stunden und zur Hauptverkehrszeit jede Stunde angebunden- wird nicht nur erreicht, sondern deutlich überschritten. Die Haltestellen der Stadtbahn sollen bis 2030 barrierefrei ausgebaut werden.

 

3.1 Maßnahmen im Schienenpersonennahverkehr SPNV

Die SPNV-Takte der Linien S1 (Strecke Haste - Weetzen- Ronnenberg - Empelde Minden) und S2 (Strecke Nienburg – Empelde – Ronnenberg - Weetzen- Haste) verkehren weiterhin stündlich und S5 (Weetzen - Hannover Flughafen) halbstündlich. Um das Angebot zum Flughafen für die meisten Nutzer durch kurze Fahrtzeiten attraktiv zu machen hält die S5 nicht an allen S-Bahnhöfen, auch nicht in Ronnenberg und Empelde. Zusätzlich mit sechs Fahrten fährt seit Fahrplan 2014 die S 21 Sprinter morgens zwischen 6 und 9 und nachmittags zwischen 16 und 19 Uhr (Strecke Empelde - Weetzen - Barsinghausen und Empelde –Hannover). Weitere Maßnahmen für das Stadtgebiet Ronnenberg sind nicht vorgesehen.

 

3.2 Maßnahmen Stadtbahn im Stadtgebiet Ronnenberg

Im Bau sind Maßnahmen an der Empelder Straße zum barrierefreien Ausbau der Haltestellen und zum Ausbau der Strecke (Gleisanlagen), siehe NVP 2020 auf S. 31.

 

Die Linie 9 verkehrt aufgrund der guten Auslastung Montag bis Samstag im 10 Minuten und abends und Sonntag im 15 Minuten Takt. Die Stadtbahnhaltestellen –hier im Stadtgebiet Endhaltestelle Empelde der Linie 9- werden künftig für den Einsatz von 3-Wagen-Zügen ausgebaut, um die Kapazitäten zu erhöhen. Im Ausbauprogramm für Stadtbahnhaltestellen ist die Linie 9 mit den Haltestellen Safariweg (Priorität 0 im Bau), Nieschlagstraße, Bernhard-Caspar-Straße und Lindener Marktplatz (mit Priorität 1 Realisierung bis 2025) und Haltestelle Lindener Hafen (Priorität 3 Umsetzung bis 2030) vorgesehen, siehe NVP 2020 Seite 51.

 

3.3 Maßnahmen Buslinien

Das Angebot bei den Buslinien wurde überplant. Die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bei den Buslinien 510, 350 und 129 haben zu einer Ausdünnung des Taktes bei 350 geführt. Die Buslinie 510 verkehrt nicht mehr über Benthe, dafür wurde Benthe mit den Linien 560 und 561 angebunden.

 

sprintH-Linie 500

Zum Fahrplanwechsel wurden schnelle sprintH-Linien -in Ronnenberg Linie 500 (Gehrden – Ronnenberg – ZOB) mit zusätzlichen Qualitätskriterien eingeführt. Die sprintH-Linie fährt zur Hauptverkehrszeit HVZ im 10 Minuten und zur Nebenverkehrszeit NVZ im 30 Minuten Takt.

 

Die Fahrgastnachfrage auf diesen Linien ist sehr hoch, durch die Angebotsverbesserung (10 Minutentakt, WLAN, moderne Fahrzeuge) wird eine weitere Steigerung erwartet. Zunächst fahren 10 sprintH Busse elektrisch betrieben, künftig sollen weitere folgen.

 

Buslinie 129 Empelde- Wettbergen

Zur HVZ Montag bis Freitag verkehrt die Linie 129 in sehr guter Taktung alle 10 Minuten, zu NVZ Samstag/Sonntag ca. halbstündlich.

 

Buslinie 510 Empelde-Ronnenberg-Ihme-Roloven- Weetzen-Vörie-Linderte

Zur HVZ verkehrt die Buslinie 510 in guter Taktung alle 30 Min, zu NVZ (Sa/So) stündlich.

 

523 Empelde-Gehrden

Die Buslinie 523 verkehrt nur zu Schulzeiten zum Schulbeginn.

 

532 Empelde- Gehrden-Barsinghausen

Die Buslinie 532 verkehrt zur HVZ stündlich, an Sonntagen alle zwei Stunden.

 

560 Empelde-Benthe-Gehrden-Barsinghausen

Die Buslinie 560 verkehrt zur HVZ (Mo –Fr) stündlich, zu NVZ (Sa/So) alle zwei Stunden.

 

561 Empelde-Benthe-Gehrden-Leveste- Kirchdorf- Barsinghausen

Die Buslinie 561 verkehrt zur HVZ (Mo –Fr) stündlich, an Samstagen und Sonntagen alle zwei Stunden. Der Ortsteil Benthe ist mit den beiden Buslinien 560 und 561 in der HVZ halbstündlich angebunden.

 

3.4 Maßnahmen Bushaltestelleninfrastruktur

Derzeit sind 17 von 77 Bushaltestellen im Stadtgebiet also 22% barrierefrei ausgebaut. In 2020 kommen sechs weitere Haltestellen HS: Ihmer Tor, Hauptstraße Weetzen und Nenndorfer Straße jeweils beidseitig dazu. Ende 2020 sind dann 30 % barrierefrei erreicht. Bei einem möglichen Ausbau von vier Haltestellen pro Jahr sind in 2025 bereits 49 HS und damit 64 % barrierefrei. Hier muss erwähnt werden, dass der Ausbau der weiteren Haltestellen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten baulich-technisch zunehmend schwieriger wird, siehe NVP 2020, Seite 55 und S. 76.

 

3.5 Maßnahmen Park & Ride und Bike & Ride

An den S-Bahnhaltestellen sind Park & Ride und Bike & Ride Angebote vorhanden. Teilweise sind jedoch Park & Ride und Bike & Ride wie z.B. am Bahnhof Weetzen überlastet oder in ungenügendem Zustand. Die Überprüfung der Einrichtung zusätzlicher Fahrradstationen durch die Region ist abgeschlossen und kommt für die Stationen im Stadtgebiet zu niedrigen Prioritäten, siehe NVP 2020, Seite 34 und 83.

 

S-Bahnstationen: Weetzen hat beim Ausbau Park & Ride die Priorität 1, Empelde, Ronnenberg und Holtensen / Linderte haben die Priorität 3 erhalten.

 

S-Bahnstationen: Weetzen hat beim Ausbau Bike & Ride die Priorität 2, Empelde, Ronnenberg und Holtensen / Linderte haben die Priorität 3 erhalten.

 

Stadtbahnstation: Endhaltestelle Empelde Linie 9 hat beim Ausbau Park & Ride die Priorität 1, diese befindet sich derzeit bereits im Bau, siehe NVP 2020, Seite 83-84.

 

Die Stadt Ronnenberg ist im Gespräch mit der DB und der Region Hannover zur Verbesserung des Bike & Ride Angebotes am Bahnhof Weetzen und Empelde.

 

3.6 Car-Sharing

Die Region Hannover fördert Car-Sharing als Baustein des Mobilitätsverbundes und berät Kommunen bei der Einführung von Car-Sharing-Angeboten. Zunächst sollen Car-Sharing Fahrzeuge in kommunalen und betrieblichen Fuhrparks integriert werden als Grundlage für ein öffentliches Car-Sharing Angebot.

 

Die Regionskommunen Burgwedel, Gehrden, Neustadt und Springe haben einen Vertrag mit der Region und deren Vertragspartner Deutsche Bahn Connect GmbH und bieten Car-Sharing an. Beitrittsberechtigt sind alle Regionskommunen.

 

3.7 Mobilitätsplattform –Service - Tarife

Die Region Hannover wird eine Mobilitätsplattform einrichten. Aufgabe der Mobilitätsplattform besteht in der Verbindung von Informieren, Buchen und Bezahlen. Ein gutes Angebot mit einem verständlichen Tarifgefüge, Echtzeitinformationen, schneller Behebung von Störungen und ein gutes Beschwerdemanagement soll die Servicequalität künftig noch verbessern.

 

4. Stellungnahmen der Stadt Ronnenberg

 

Um die Attraktivität des Nahverkehrs auch künftig zu erhalten und zur Unterstützung der Klimaschutzziele soll der Nahverkehrsangebot in der Qualität beibehalten und bedarfsgerecht verbessert werden. Festzustellen ist, dass die Mindeststandards im Stadtgebiet Ronnenberg erfüllt sind, einige Teilbereiche sind weniger gut an den ÖPNV angeschlossen.

 

4.1 Stellungnahmen der Stadt zum SPNV-Verkehr

Eine langjährige u.a. mit einer Ratsresolution vom 08.11.2006 bekräftigte Forderung, ist die verbesserte Bedienung der S-Bahn-Haltepunkte Ronnenberg und Empelde durch die Linien 1, 2 und 5. Die Stadt Ronnenberg hat sich mit ihrer räumlichen Stadtentwicklungsplanung bei der Siedlungsentwicklung konsequent an der Schiene orientiert. Demzufolge werden Baugebiete im Wesentlichen an der Schiene in den Stadtteilen Empelde, Ronnenberg und Weetzen entwickelt. Hierfür ist insbesondere die Bedienung der S-Bahn-Haltepunkte Empelde und Ronnenberg in einer deutlich verbesserten Taktung vorzusehen.

 

4.2 Stellungnahmen zum Stadtbahn-Ausbau

Die Stadtbahnendhaltestelle Empelde der Linie 9 wird um 10 m verlängert für den Einsatz von 3-Wagen-Zügen, um den sicheren Ausstieg aus Drei-Züge-Bahnen zu gewährleisten und die Kapazitäten zu erhöhen. Das Vorhaben wird ausdrücklich begrüßt und sollte zeitnah umgesetzt werden. Bei dem Ausbau sollte gleichzeitig die Barrierefreiheit mit umgesetzt werden. Zusätzlich sind Fahrradgaragen an der Endhaltestelle wünschenswert.

 

Der geplante barrierefreie Umbau der Haltestellen an der Stadtbahn Linie 9 wird begrüßt. Im Zeitraum bis 2030 soll die Stadtbahn zur Beschleunigung zwischen Davenstedter Straße und Bauweg über die Trasse „Lindener Hafen“ geführt werden. Die Abkürzung verkürzt die Fahrtzeit um 1,5 Minuten. Die Stadt Ronnenberg begrüßt die Maßnahme zur Verkürzung der Fahrtzeit durch den Ausbau der Trasse.

 

Darüber hinaus sieht die Stadt Ronnenberg nach wie vor die Notwendigkeit des Ausbaus der Linie 9 im Streckenabschnitt Lindener Marktplatz -Empelde, zumal dieser zu den langsamsten Streckenabschnitten zählt. Bereits im NVP 2008 war die Erstellung eines Ausbaukonzeptes für die Linie 9 vorgesehen. Die langfristige Verschiebung des Ausbaus wird als kritisch angesehen.

 

Die Einwände der Stadt Ronnenberg bei der geplanten Verlegung der Haltestelle Empelde/Hermann-Ehlers-Allee wurden nicht berücksichtigt. Die Stadt Ronnenberg weist ausdrücklich auf die damit verbundenen Verkehrsprobleme hin.

 

4.3 Stellungnahmen zum Bushalteverkehr und Haltestellen

Ende 2020 sind 23 von 77 Haltestellen also 30 % barrierefrei ausgebaut. Da die vollständige Barrierefreiheit bis 2022 nicht überall umgesetzt sein wird, sollte zumindest jeder Ortsteil mit mindestens einer barrierefreien Haltestelle angebunden sein.

 

Um den notwendigen barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen voran zu bringen benötigt die Stadt Ronnenberg weiterhin die Unterstützung der Region Hannover, da die personellen und finanziellen Kapazitäten der Stadt nicht ausreichen, um 100 % Barrierefreiheit zeitnah zu erreichen.

 

Die Stadt Ronnenberg bittet die Region Hannover weitere Haltestellen in ihr Ausbauprogramm aufzunehmen. Insbesondere die stark frequentierten Haltestellen Lange Reihe und Schulzentrum (Marie-Curie-Schule) und Haltestellen in den Ortssteilen Ihme-Roloven und Vörie sind vordringlich barrierefrei auszubauen. Bei der Haltestelle Lange Reihe soll dabei eine Verlagerung geprüft werden.

 

Die Stadt Ronnenberg bittet erneut um Prüfung der Erschließung des Baugebietes Im Südfeld/Mühlenrär.

 

Das Angebot der Buslinie 510 stellt eine unabdingbare Verbindung der verschiedenen Stadtteile innerhalb des Stadtgebietes Ronnenberg zu den verschiedenen Infrastruktureinrichtungen dar und muss erhalten bleiben.

 

Der S-Bahnhaltepunkt Ronnenberg ist an keine Buslinie angebunden. Die Anbindung des S-Bahnhaltepunkts Ronnenberg an eine Buslinie (Buslinie 510) soll erneut geprüft werden.

 

Die S-Bahnhaltestelle Holtensen/Linderte ist nicht an die Buslinie 510 angebunden. Die Verlängerung der Buslinie zum S-Bahnhof mit Errichtung einer Buswendeanlage soll geprüft werden.

 

Die Buslinie 129 Wettbergen-Mühlenberg-Empelde stellt eine wichtige Verbindung für den Schülerverkehr dar und soll daher beibehalten werden.

 

Die Querverbindung (Buslinie 350) zwischen Weetzen und Wülfel wurde wegen mangelnder Auslastung zum Fahrplanwechsel eingestellt, hier sollte eine alternative Möglichkeit geprüft werden.

Es wird als positiv angesehen, dass die Taktung der Direktbuslinie sprintH 500 (Gehrden - Ronnenberg - Hannover) erhöht wurde.

Insgesamt sollen die Angebote bei den Buslinien und Bedienungen mit Verknüpfungen zu den S-Bahnhaltepunkten/zur Stadtbahn auch künftig beibehalten werden.

 

4.4 Stellungnahmen zum Park & Ride und Bike & Ride

Die Stärkung des Umweltverbundes ist ein Leitbild des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes und Schwerpunkt des Klimaschutz-Aktionsprogramms der Stadt Ronnenberg. Park & Ride und Bike & Ride- Anlagen sollen attraktiver gestaltet werden, um die Verknüpfung vom privaten PKW und Fahrrad zum ÖPNV zu verbessern.

 

An den S-Bahnstationen Weetzen, Empelde, Ronnenberg, Holtensen/Linderte sind Park & Ride und Bike & Ride Anlagen vorhanden. Die Untersuchungen der Region (Auslastung) an den S-Bahnhaltestellen ergaben eine niedrige Priorität für den weiteren Ausbau der Park & Ride- und Bike & Ride Kapazitäten bei Empelde, Ronnenberg und Holtensen/Linderte, bei Weetzen wurde beim Park & Ride Priorität 1 festgelegt. Der NVP 2020 beschreibt als Ziel die Ausbauprioritäten 1 abzuarbeiten, daher sind in Ronnenberg nur Maßnahmen in Weetzen vorgesehen. Bei der Erweiterung von Park & Ride Anlagen in Weetzen soll eine E-Ladeinfrastruktur mit vorgesehen werden. Die Erweiterung der Park & Ride-Plätze am S-Bahnhaltepunkt Linderte/Holtensen sollte wegen hoher Auslastung erneut geprüft werden.

 

Insbesondere dem Fahrrad als Zubringer zur Haltestelle kommt eine wachsende Bedeutung zu. Daher sollen Mindestanforderungen an Fahrradabstellplätze (Anlehnbügel) umgesetzt und künftig auch überdachte, abschließbare Anlagen insbesondere an stark frequentierten Stationen angeboten werden.

Die Stadt Ronnenberg schätzt den Bedarf an sicheren Bike & Ride Anlagen am S-Bahnhof Weetzen und Empelde deutlich höher ein als die Region im NVP dargelegt hat, insbesondere wegen Vandalismus und „Wildparken“ und beantragt erneut die Erhöhung der Priorität und Aufnahme von Fahrradsammelschließanlagen an den Haltepunkten Weetzen und Empelde. Hiermit wird beantragt die Ausbaupriorität auf 1 zu erhöhen. Die baldige Umsetzung soll geprüft werden.

 

Ebenso soll die zentrale Haltestelle der Linie 500 Lange Reihe mit abschließbaren Fahrradsammelanlagen ausgestattet werden.

 

 

Stephanie Harms

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage/n:

 

 

Stammbaum:
VO/334/2020   Stellungnahme der Stadt Ronnenberg zum Nahverkehrsplan 2020 für die Region Hannover   Team 34 "Ökologie, Klimaschutz"   Informationsvorlage
VO/334/2020/01/   Stellungnahme der Stadt Ronnenberg zum Nahverkehrsplan 2020 für die Region Hannover   Team 34 "Ökologie, Klimaschutz"   Beschlussvorlage