Hilfe zur Pflege: Bewilligung

Allgemeine Informationen

Hilfe zur Pflege kann gewährt werden, wenn eine betreuungs- oder pflegebedürftige Person nicht mehr alleine zu Hause versorgt werden kann. Dies ist der Fall, wenn Menschen wegen Krankheit oder Behinderung bei alltäglichen Verrichtungen Hilfe benötigen, z.B. beim Anziehen oder Essen. Zunächst erhalten pflegebedürftige Menschen, die kranken-  beziehungsweise pflegeversichert sind, Leistungen von ihrer Pflegekasse. Sollten die Leistungen der Pflegekasse nicht ausreichen oder jemand ist nicht pflegeversichert, kommen Leistungen der Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII in Betracht. Neben der stationären Hilfe gibt es ein breites Spektrum an ambulanten Hilfen und Diensten. Gerne geben Ihnen die Pflegestützpunkte oder auch die Pflegeberatung bei Ihrer Pflegeversicherung einen umfassenden Überblick über das Leistungsspektrum.

Ganz gleich, ob Sie sich bereits im Vorfeld mit dieser Thematik auseinandersetzen möchten oder ob auf Grund einer plötzlichen Pflegesituation im familiären Umfeld Fragen entstehen, werden Sie beraten und unterstützt, damit Sie individuell die passgenaue Hilfe finden können.

Leistungen der ambulanten Pflege sind u.a.

  • Pflegegeld
  • Erstattung von Aufwendungen der privaten Pflegeperson (zum Beispiel Angehörige oder Nachbarn)
  • Übernahme angemessener Kosten für eine professionelle Pflegekraft oder einen Pflegedienst
  • Kostenübernahme für Pflegehilfsmittel

Ist eine stationäre bzw. teilstationäre Pflege erforderlich, umfasst die Hilfe zur Pflege auch die Kosten für

  • Tagespflege,
  • Verhinderungspflege
  • Kurzzeitpflege oder
  • stationäre Dauerpflege.
An wen muss ich mich wenden?

Sachbearbeiter/in:
Frau Georges
Herr Richter

Zuständige Stelle

Team Sozialleistungen
Rathaus 2, Hansastr. 38
30952 Ronnenberg
E-Mail: soziales@ronnenberg.de

Voraussetzungen

Leistungen der Hilfe zur Pflege werden gewährt wenn, nach Überprüfung, die pflegerischen Leistungen notwendig sind und das Einkommen und Vermögen der pflegebedürftigen Menschen sowie seiner Ehegatten bzw. seinem Lebenspartner nicht ausreichen.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Personalausweis bzw. Reisepass
  • Kontoauszüge der letzten 6 Monate
  • Feststellung der Pflegekasse über den Pflegegrad
  • Nachweis der Krankenversicherung
  • Sozialhilfeantrag
  • Merkblatt Sozialhilfe
  • Vermögensauskunftsformular
  • Bankverbindung
  • Einkommensnachweise, z.B. Rentenbescheide, Verdienstabrechnungen, Belege/Schriftverkehr über Unterhalt, Wohngeldbescheid
  • Mietvertrag, Nachweis über Energie- und sonstige Nebenkosten
  • ggf. Lebensversicherungspolice, Kraftfahrzeugschein, Bausparvertrag, Bestattungskostenvorsorgevertrag, Schwerbehindertenausweis.
Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren an.

Welche Fristen muss ich beachten?

Es müssen ggf. Fristen beachtet werden. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.

Was sollte ich sonst noch wissen?

Zum 01.01.2017 wurden die bisher geltenden Pflegestufen „0“, 1, 2 und 3 von den fünf neuen Pflegegraden 1, 2, 3, 4 und 5 abgelöst. Seitdem dienen Pflegegrad 1, Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5 zur Einstufung der Pflegebedürftigkeit von Betroffenen. Diese Änderungen sollen im Rahmen des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) vor allem demenzkranken Älteren die gleichen Pflegeleistungen zusichern wie körperlich Pflegebedürftigen.


Bei der Erstantragstellung und -beratung ist eine persönliche Vorsprache (nach Terminvereinbarung) oder ein Telefonat erforderlich. Die persönliche oder telefonische Kontaktaufnahme ist wichtig für den Beginn einer möglichen Hilfeleistung. Erst ab Bekanntwerden der Notlage kann eine Leistungsbewilligung erfolgen.

Die Antragsformulare senden wir Ihnen gerne per Post zu. Sofern Sie Unterstützungsbedarf haben, wenden Sie sich bitte an uns.

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