Hundegesetz

Allgemeine Informationen

Hund © Stadt RonnenbergDer Hund ist seit langem ein geschätzter Begleiter des Menschen.

Wer sich einen Hund anschaffen will, sollte genau überlegen, welche Hunderasse zu ihm und der Familie passt, ob genug Zeit für die Pflege und Betreuung des Hundes zur Verfügung steht und in erreichbarer Nähe Freilaufmöglichkeiten für den Hund vorhanden sind. Zu einer ordnungsgemäßen Versorgung gehören u.a. auch die tierärztliche Behandlung und notwendige Impfungen.

Wer Hunde hält, muss sich auch mit der in den letzten Jahren ins Interesse der Öffentlichkeit gerückten Problematik der gefährlichen Hunde beschäftigen. Wegen schwerer Beißzwischenfälle mit Hunden haben alle Länder entsprechende Gesetze bzw. Verordnungen zur Abwehr der von Hunden ausgehenden Gefahren erlassen.

Das Niedersächsische Gesetz über das Halten von Hunden (NHundG) gilt als bundesweit vorbildlich, denn es setzt vor allem an der Schulung des Halters an und verzichtet auf pauschale Rasselisten.
Die Novelle ist im Juli 2011 in Kraft getreten und legt u.a. fest, dass jeder seinen Hund, der älter als 6 Monate ist, mit einem Chip kennzeichnen lassen muss. Notwendig ist überdies eine Haftpflichtversicherung für das Tier, damit ein Halter mögliche Schäden begleichen kann.

Für den Sachkundenachweis und die Anmeldung im zentralen Register galt bisher eine Übergangsregelung. Diese läuft am 1. Juli 2013 aus.

Daraus ergeben sich folgende Neuerungen für Hundehalter:

Zentrales Register

Jeder Hundehalter muss sein Tier beim zentralen Register anmelden. Mit dem landesweiten Register soll der Hundehalter zügig ermittelt werden können - etwa bei einem Beißvorfall, wenn die Halterfrage vor Ort nicht geklärt werden kann.
Die Registrierung wird durch die Kommunale Systemhaus Niedersachen GmbH (KSN) im Auftrag des Landes Niedersachsen durchgeführt.
Halter, deren Haustiere in einem anderen Haustierregister gemeldet sind (z. B. Tasso, etc.), müssen ihren Hund dennoch im zentralen Register registrieren lassen.
Eine Eintragung von Hundehalterdaten durch die Gemeinde kann aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erfolgen.
Das Register befindet sich derzeit im Aufbau. Es wird spätestens am 1. Juli 2013 in Betrieb gehen. Ab dem Zeitpunkt ist eine Registrierung unter www.hunderegister-nds.de oder telefonisch unter 0441 / 390 104 00 möglich.

Die Anmeldung im Hunderegister ersetzt nicht die gesonderte Anmeldung des Hundes im Wohnort.

Nachweis der Sachkunde

Ab dem 1. Juli 2013 müssen Hundehalter ihre Sachkunde nachweisen können.

Ausschließlich Hundehalter, die sich nach dem 1. Juli 2011 erstmals einen Hund angeschafft haben und laut Gesetz nicht anderweitig als sachkundig gelten, müssen den Nachweis der Sachkunde über eine theoretische und praktische Prüfung erbringen.
Der Nachweis der Sachkunde besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung. Beide Prüfungen werden jeweils ab 40 Euro kosten, über die genauen Beträge entscheiden die jeweiligen Prüfer. Das Ministerium hat sich für eine möglichst niedrige Gebühr eingesetzt.
Der Sachkundenachweis kann direkt erworben werden, ein Vorbereitungskursus dazu ist nicht obligatorisch. Die Prüfung kann voraussichtlich bereits ab Mitte Juni 2013 abgelegt werden, den genauen Termin teilt das ML zeitnah mit. Wer zur Vorbereitung auf die Prüfung zusätzlich einen Kursus absolvieren möchte, kann jede Hundeschule kontaktieren und dort erfahren, ob sie derartige Angebote bereithält. Jede Hundeschule kann auch Prüfungstermine anbieten. Es muss jedoch gewährleistet sein, dass die Prüfungen von einem anerkannten Prüfer abgenommen werden.
Eine Liste der derzeit anerkannten Prüfer in Niedersachsen hat das nieders. Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf seiner Homepage veröffentlicht. Hier finden Hundebesitzer auch eine Literaturliste, die zur Vorbereitung auf die Prüfung hilfreich sein kann.
Die Prüfungsbausteine für den Sachkundenachweis werden landesweit einheitlich sein. Im Verlauf der Prüfung soll unter anderem nachgewiesen werden, dass der Halter den Hund einschätzen kann, gefährliche Situationen erkennt und in der Lage ist, etwaigen Gefahren vorzubeugen. Der Halter muss den Hund so kontrollieren, dass keine Risiken für andere Menschen und keine Belästigungen entstehen.

Um möglichst viele Fragen rund um das Hundegesetz zu beantworten, steht ein Fragen- und Antwortenkatalog zum Download bereit.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Für die Registrierung wird lediglich die Transpondernummer (Kennnummer) des Transponders/Chips, den das Tier gemäß Chip-Pflicht in der Tierärztlichen Praxis erhalten hat, benötigt. Sie wird beim Einsetzen eines Transponders (Chips) durch Tierärzte erteilt. Die Kennnummer ist aufzubewahren und für die Registeranmeldung zur Verfügung zu halten. Eine Tätowiernummer genügt nicht und entspricht auch nicht den gesetzlichen Anforderungen, da jeder Hund, der älter als 6 Monate ist, über einen implantierten Transponder verfügen muss. Es können auch die Kennnummern von Transpondern angegeben werden, die vor der gesetzlichen Chip-Pflicht in 2011 implantiert wurden.

Welche Gebühren fallen an?

Für jede Online-Registrierung werden Kosten in Höhe von 14,50 Euro (zzgl. MwSt.) anfallen.
Eine telefonische bzw. schriftliche Anmeldung kostet 23,50 Euro (zzgl. MwSt.)

Was sollte ich sonst noch wissen?

Bei der Online-Anmeldung wird der Nachweis der Registrierung zum Ausdruck angezeigt. Bei der schriftlichen oder telefonischen Anmeldung muss die postalische Zusendung mit beantragt werden. Der Nachweis wird dann per Post zugestellt.
Die Nichtanmeldung stellt eine Ordnungswidrigkeit gem. § 18 Abs. 1 Nr. 4 Niedersächsisches Gesetz über das Halten von Hunden (NHundG) dar und kann mit einer Geldbuße bis zu 10.000,00 Euro geahndet werden.

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