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Ronnenberg
Den Stadtteil Ronnenberg, in dem rund 7.200 Menschen leben, kennzeichnet eine gelungene Mischstruktur städtischer und dörflicher Elemente. Landwirtschaft und Handel, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe sind gleichermaßen anzutreffen. Dass Ronnenberg alt ist, daran zweifelt niemand. Nur wie alt, darüber lässt sich durchaus streiten. Manche Behauptungen gehen dahin, dass der Stadtteil älter ist als die Landeshauptstadt Hannover. Und tatsächlch, zum ersten Mal schriftlich erwähnt wird Ronnenberg als "Runibergun" durch Widukind von Corvey. An diesem Ort soll im 6. Jahrhundert eine dreitägige Reiterschlacht stattgefunden haben. Mit dem urkundlichen Beleg der Bonifatius-Kapelle (1073-1080) tritt erstmals auch das 1000-jährige Kirchenzentrum auf dem als Kirchenburg befestigten Kirchenhügel in Erscheinung. Die in Ronnenberg bekannte Michaeliskirche findet ihre urkundliche Erwähnung im Jahr 1291. 1589 erhält Ronnenberg, neben neun weiteren Kommunen des Herzogtums, den Status Spezial-Superintendentur und Inspektion (Schulaufsicht).
1872, kurz nach dem deutsch-französischen Krieg, wurde die Bahnstrecke von Hannover nach Hameln erweitert und führt seither durch Ronnenberg. Diese Anbindung an das regionale Schienennetz ist von großer Bedeutung, insbesondere für die Pendler, die täglich zu ihren Arbeitsplätzen in der Landeshauptstadt gelangen müssen. Ronnenberg ist auch durch den Kalibergbau entscheidend geprägt. Ihm verdankte der Stadtteil einen deutlichen Anstieg der Bevölkerungszahl. Ronnenberg zeichnet sich als attraktiver Wohnort mit vielen Geschäften und Einkaufsmöglichkeiten, schön restaurierten Fachwerkhäusern und gepflegten Wohnsiedlungen aus.