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Imageanalyse
Wie wird Ronnenberg wahrgenommen?
Was schätzen die Einwohnenden an ihrer Stadt und wo sehen sie Verbesserungsbedarf?
Mit einer umfassenden Imageanalyse hat die Stadt Ronnenberg gemeinsam mit der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften die Antworten auf diese Fragen untersucht. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für Stadtmarketing, Kommunikation und zukünftige Beteiligungsangebote.
Hinweis: Die Imageanalyse bildet eine Momentaufnahme ab. Ein Teil der hier aufgezeigten Themen wird von der Stadt Ronnenberg bereits aufgegriffen, geplant oder umgesetzt.
Hintergrund und Ergebnisse der Imageanalyse
Warum eine Imageanalyse?
Das Image einer Stadt beschreibt das Bild, das Menschen von ihr haben. Es wird geprägt durch persönliche Erfahrungen, Erwartungen und alltägliche Eindrücke. Dieses Bild beeinflusst, wie attraktiv eine Stadt z.B. als Wohn- und Lebensort wahrgenommen wird, wie stark sich Einwohnende mit ihr identifizieren und wie gut Projekte und Veränderungen akzeptiert werden.
Ziel der Imageanalyse ist es, ein realistisches und fundiertes Stimmungsbild zu erhalten, um Stärken gezielt weiterzuentwickeln und Verbesserungsbedarfe frühzeitig zu erkennen.
Wie wurde die Imageanalyse durchgeführt?
Die Imageanalyse wurde in Zusammenarbeit mit der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften durchgeführt. Auf städtischer Seite wurde die Zusammenarbeit vom Stadtmarketing betreut.
Die Imageanalyse gliedert sich in fünf Arbeitsschritte:
1. Sekundäranalyse
Zunächst wurden bestehende Informationen und Rahmenbedingungen analysiert. Ziel war es, prägende Themen und Imagefaktoren der Stadt Ronnenberg zu identifizieren.
Dabei wurden sowohl das Selbstbild der Stadt als auch das Fremdbild betrachtet und Vergleiche mit anderen Städten und Gemeinden herangezogen.
2. Ortsbegehung
Im März 2025 fand eine gemeinsame Ortsbegehung durch alle sieben Ronnenberger Stadtteile statt. Dabei dokumentierten die Studierenden das Stadtbild, unter anderem die bauliche Gestaltung, Sehenswürdigkeiten, Grün- und Aufenthaltsflächen sowie Treffpunkte und infrastrukturelle Angebote.
Auf diese Weise konnten Stärken und Schwächen direkt vor Ort wahrgenommen und mit den weiteren Ergebnissen abgeglichen werden.
3. Bürgerbefragung
Aufbauend auf den Erkenntnissen der Sekundäranalyse und der Ortsbegehung wurde eine Online-Befragung durchgeführt. Dafür entwickelten die Studierenden einen strukturierten Fragebogen zur Wahrnehmung der Stadt Ronnenberg.
Die Befragung richtete sich an Einwohnende ab 14 Jahren und bildete die zentrale Grundlage der Imageanalyse. Ziel war es, Einschätzungen, Erfahrungen und Meinungen zur Stadt systematisch zu erfassen und anschließend auszuwerten.
Ergänzend fanden an drei Standorten im Stadtgebiet Vor-Ort-Befragungen statt. So konnten die Studierenden auch mit Einwohnenden direkt ins Gespräch kommen und weitere Erkenntnisse gewinnen.
4. Entwicklung von Markenkernen und Positionierung
Auf Grundlage der gesammelten Erkenntnisse wurden zentrale Merkmale und Stärken der Stadt Ronnenberg herausgearbeitet.
In diesem Schritt ging es darum, mögliche Markenkerne zu definieren, Zielgruppen zu benennen und deren Bedürfnisse zu berücksichtigen. Daraus wurden mögliche Kernbotschaften für die Stadt abgeleitet.
5. Ableitung von Handlungsempfehlungen
Abschließend wurden aus allen Ergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt. Diese zeigen auf, in welchen Bereichen die Stadt ihre Stärken weiter ausbauen und wo sie gezielt nachsteuern kann.
Die Empfehlungen dienen als Grundlage für zukünftige Maßnahmen im Stadtmarketing, in der Kommunikation und in der Weiterentwicklung von Beteiligungsangeboten.
Im Rahmen der Imageanalyse fand eine verwaltungsinterne Zwischen- und Abschlusspräsentation der Studierenden statt. Die öffentliche Ergebnispräsentation durch das Stadtmarketing erfolgte am 17. Dezember 2025 im Rat der Stadt Ronnenberg.
Wer hat an der Umfrage teilgenommen?
An der Umfrage konnten alle Einwohnenden der Stadt Ronnenberg ab 14 Jahren teilnehmen. Der standardisierte Fragenbogen bestand aus 24 Fragen und wurde von 485 Teilnehmenden vollständig beantwortet (Teilstichprobe n = 485).
Soziodemografische Daten sind grundlegende Merkmale wie Alter, Geschlecht, Wohnort und Familienstand. Diese Angaben dienen der besseren Einordnung der Umfrageergebnisse. Sie ermöglichen es, die Aussagen der Befragten in ihrem jeweiligen Kontext zu betrachten und helfen dabei, die Ergebnisse differenziert zu bewerten.
Alter
Die Teilnehmenden verteilen sich auf nahezu alle Altersgruppen. Besonders stark vertreten sind Personen im Alter zwischen 30 und 59 Jahren. Auch die Altersgruppen ab 60 Jahren sind deutlich vertreten. Jüngere Personen unter 20 Jahren sowie sehr hohe Altersgruppen nahmen in geringerem Umfang an der Umfrage teil. Insgesamt zeigt sich damit ein Schwerpunkt bei den mittleren und älteren Altersgruppen.
Geschlecht
An der Umfrage nahmen Frauen und Männer nahezu in gleichem Umfang teil und bilden gemeinsam fast die gesamte Stichprobe ab. Nur eine Person gab das Geschlecht als divers an, neun weitere Personen machten hierzu keine Angabe. Die Ergebnisse basieren damit überwiegend auf den Einschätzungen von Frauen und Männern.
Wohnort (Stadtteil)
Die meisten Teilnehmenden stammen aus den Stadtteilen Empelde und Ronnenberg. Aus den weiteren Stadtteilen Weetzen, Benthe, Linderte, Ihme-Roloven und Vörie gingen ebenfalls Rückmeldungen ein, jedoch in geringerer Anzahl. Die Verteilung der Teilnehmenden nach Stadtteilen ist bei der Interpretation der Ergebnisse zu berücksichtigen.
Familienstand
Der überwiegende Teil der Teilnehmenden ist verheiratet oder lebt in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Darüber hinaus nahmen auch ledige, geschiedene und verwitwete Personen an der Umfrage teil. Einige wenige Personen machten keine Angabe zu ihrem Familienstand. Die Ergebnisse spiegeln damit vor allem die Perspektiven von Personen in festen Partnerschaften wider.
Haushalte mit mindestens einem minderjährigen Kind
Etwa ein Drittel der Teilnehmenden lebt in Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren, während andere keine Kinder im Haushalt haben. Die Ergebnisse spiegeln damit sowohl die Perspektiven von Haushalten mit als auch ohne Kinder wider
Die vollständigen Umfrageergebnisse und den Fragebogen finden Sie hier.
Hinweis: Die Befragung erfolgte anonym. Es wurden keine personenbezogenen Daten erhoben.
Was sind die zentralen Ergebnisse der Imageanalyse?
Infrastruktur & Sicherheit
- Positive Bewertung des ÖPNV
- Hohe Lebensqualität
- Kritischer Blick auf das Sicherheitsgefühl in den Abend- und Nachtstunden
Aufenthaltsqualität & Stadtbild
- Öffentliche Plätze werden bislang wenig genutzt
- Störfaktoren: Müll, Vandalismus, Wegezustand
- Positiv: Grünflächen und naturnahe Umgebung
- Wunsch nach attraktiveren Begegnungsorten
Identifikation & Beteiligung
- Hohe Verbundenheit mit Ronnenberg
- Wunsch nach stärkerer Beteiligung an städtischen Themen
- Beteiligungsmöglichkeiten werden als ausbaufähig wahrgenommen
Kommunikation
- Wunsch nach verständlicher, bürgernaher Kommunikation
- Digitale Angebote sollen stärker ausgebaut und sichtbarer werden
- Bekanntheit der städtischen Kommunikationskanäle ausbaufähig
Kultur & Freizeit
- Einzelne Angebote sehr bekannt
- Andere Einrichtungen und Veranstaltungen weniger präsent
- Wunsch nach größerer Vielfalt und besserer Sichtbarkeit
Was folgt aus den Ergebnissen?
Die Ergebnisse der Imageanalyse fließen in die weitere Arbeit der Stadt Ronnenberg ein. Besonders deutlich wurde der Wunsch nach mehr Beteiligungsmöglichkeiten.
Daher wird ab 2026 eine digitale Beteiligungsplattform eingeführt, über die Einwohnende Ideen einbringen, Rückmeldungen geben und sich aktiv beteiligen können.
Darüber hinaus soll das Stadtimage künftig regelmäßig überprüft werden, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gezielt darauf reagieren zu können.
Wie geht es weiter?
Die Imageanalyse ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein wichtiger Schritt hin zu mehr Dialog, Transparenz und Mitgestaltung. Die Stadt Ronnenberg lädt alle Einwohnenden ein, sich auch künftig aktiv einzubringen.
