Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung

Allgemeine Informationen

Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung sollen durch Eingliederungshilfeleistungen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht und erleichtert werden. Soweit die sozialhilferechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, wird der behinderungsbedingte Bedarf festgestellt.

Zu den Leistungen gehören zum Beispiel:

  • Heilpädagogische Leistungen für noch nicht eingeschulte Kinder (Frühförderung)
  • Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben
  • Hilfe zu einer angemessenen Schulausbildung
  • Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM)
  • Hilfen zu selbst bestimmten Leben in betreuten Wohnmöglichkeiten
  • Hilfen bei der Ausübung einer angemessenen Tätigkeit
An wen muss ich mich wenden?

Frau Krug: Buchstabe A - Q
Herr Zimmermann: Buchstabe R - Z

Zuständige Stelle

Team Sozialleistungen
Rathaus 2, Hansastr. 38
30952 Ronnenberg
E-Mail: soziales@ronnenberg.de

Hinweis: Anträge können auch direkt beim Fallmanagement der Region Hannover gestellt werden (Kontaktdaten siehe unter externe Behörden).

Voraussetzungen

Anspruch auf Eingliederungshilfe besteht nur nachrangig, d.h. die Hilfe wird nur gewährt, wenn kein vorrangig verpflichteter Träger Hilfe leistet. Anspruch haben Personen, die nicht nur vorübergehend (d.h. länger als 6 Monate)

  • körperlich wesentlich behindert sind (z.B. erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit sowie blinde, hörbehinderte, gehörlose und sprachbehinderte Menschen)
    oder
  • geistig wesentlich behindert sind (wodurch die Eingliederung in die Gesellschaft erheblich beeinträchtigt wird)
    oder
  • seelisch wesentlich behindert sind (z.B. körperlich nicht begründbare Psychosen, seelische Störungen als Folge von Krankheiten, Suchtkrankheiten, Neurosen, Persönlichkeitsstörungen)
    oder
  • von einer Behinderung bedroht sind (nach allgemeiner ärztlicher und sonstiger fachlicher Erkenntnis).

Die genannten Personenkreise haben einen Rechtsanspruch auf Eingliederungshilfe und dürfen aber die Einkommensgrenzen, auf die bei den einzelnen Maßnahmen verwiesen wird, nicht überschreiten. Voraussetzung dabei ist, dass dem Antragsteller die Aufbringung der benötigten Mittel für die Eingliederungshilfe aus eigenem Einkommen und Vermögen nicht zugemutet werden kann. Für die Anrechnung gelten besondere Regelungen. Zudem gibt es keine Altersbegrenzung. In allen anderen Fällen (nur vorübergehende oder nicht wesentliche Behinderung) steht die Eingliederungshilfe im Ermessen des zuständigen Sozialamts.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Nachweis über die Behinderung
  • Nachweise über Einkommen und Vermögen
  • Nachweis über die Kosten der Unterkunft
  • Nachweise über vorrangige Leistungen anderer Sozialleistungsträger (z.B. Pflegekasse, Rentenversicherungsträger)
Welche Gebühren fallen an?

Keine

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Eingliederungsmaßnahme wird so lange gewährt, bis die Ziele der Eingliederungshilfe erfüllt sind bzw. die Aussicht besteht, dass die Ziele erfüllt werden können.

Rechtsgrundlage

§ 53 ff. des Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII)

Was sollte ich sonst noch wissen?

Bei Fragen stehen Ihnen die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Sprechzeit mittwochs von 14:00 bis 18:00 Uhr und nach Vereinbarung gerne zur Verfügung.

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