
Die Energie- und Wasserversorgung Ronnenberg GmbH (EWA) wird zum 01.01.2026 die Wasserpreise moderat anheben und reagiert damit auf die deutlich gestiegenen Wasserbezugspreise und den sich fortsetzenden
Investitionsbedarf im Leitungsnetz. Dies geschieht maßgeblich vor dem Hintergrund, die dauerhafte Kostendeckung der Wasserversorgung und eine verlässliche Trinkwasserversorgung im Netzgebiet der EWA sicherzustellen.
Ab dem 01.01.2026 gelten folgende Bruttopreise (inklusive derzeit 7 % Umsatzsteuer):
Mengenverkaufspreis: 2,52 €/m³ (netto = 2,35 € / m³)
Zählergrundgebühr Q3 = 4: 120,38 € pro Jahr (netto = 112,50 € pro Jahr)
Hauptgrund für die Tarifanpassung sind die stark gestiegenen Bezugskosten für Trinkwasser, die sich um rund 18 % gegenüber der letzten Wasserpreisanhebung erhöht haben und absolut eine Erhöhung von 0,16 € / m³ netto widerspiegeln. Die Anhebung im Mengenpreis resultiert folglich maßgeblich aus eben jener Erhöhung. Andere Kostenbereiche konnten durch verschiedene Maßnahmen auf einem nahezu konstanten Niveau gehalten werden. Prozessoptimierungen in der kaufmännischen Betriebsführung, die kontinuierliche Abarbeitung des Investitionsprogramms mit entsprechend niedriger Stör- und Wasserverlustquote sowie ein sehr positives Ausschreibungsergebnis bei der technischen Betriebsführung tragen dazu bei, dass sich der erhöhte Materialaufwand nicht in voller Höhe im Endpreis niederschlägt.
Die Erhöhung der Zählergrundgebühren steht vor allem im Zusammenhang mit dem mittelfristigen Investitionsprogramm im Bereich der Neuerschließungen respektive Sanierungsmaßnahmen am Leitungsnetz. Die hieraus resultierenden erhöhten Fixkosten in Form von Abschreibungs-, Zins- und Tilgungsaufwendungen, sind im Rahmen der Wasserpreiskalkulation über die Grundgebühren zu decken. Auf diese Weise wird die notwendige Erneuerung und Erweiterung der Netzinfrastruktur, insbesondere im Zuge der Erschließung des Gewerbegebiets Ronnenberg Nord-Ost sowie der Ortskernsanierung Ronnenberg (Fokusbereich „Am Kirchhofe / Kirchtor“), dauerhaft abgesichert.
Für unsere Kundinnen und Kunden ergibt sich insgesamt eine moderat ausfallende Mehrbelastung, wie die nachfolgenden Beispielrechnungen zeigen:
- Ein Einpersonenhaushalt mit 50 m³ Jahresverbrauch zahlt künftig brutto rund 1,85 € pro Monat mehr; dies entspricht einem Plus von 9,22 % gegenüber 2024.
- Ein Vierpersonenhaushalt mit 150 m³ Jahresverbrauch wird um knapp 3,20 € pro Monat stärker belastet; dies entspricht einer Erhöhung von 8,33 % gegenüber 2024.